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Freitag, 28 August 2020 11:13

Stark durch den Herbst in Coronazeiten

Stark durch den Herbst in Coronazeiten

Wir schreiben Anfang September 2020. Unser Leben ist nicht wieder zur Normalität zurückgekehrt, sondern wir kämpfen weiter. Mit Corona – oder eher gegen Corona; aber mit uns selbst, mit unseren Gedanken, Sorgen, Ängsten und Fragezeichen in dieser Zeit. In diesem zweiten Blogbeitrag zu Corona und dem Umgang mit uns selbst stellen wir uns der Frage:

Wie können wir uns in dieser Zeit und Richtung Herbst konkret selbst stärken?

  • Du bist stark – du weißt es nur noch nicht. Mach dir bewusst, was du alles geschafft hast. Dass du es die letzten Monate geschafft hast, weitaus flexibler zu sein als sonst. Dass du deinen Kopf darauf hin trainierst, mit Unsicherheiten und Unplanbarkeit zu leben (das ist ja nichts Neues, nur aktuell so präsent wie nie). Wenn du es nicht schaffst, das dir selbst zu sagen, bitte eine andere Person darum. Aufschreiben unterstützt.
  • Komplimente sammeln. Schreibe dir einen Monat lang jedes (!) auch noch so kleinste Kompliment auf, das du hörst. Lerne hinzuhören, Komplimente als solche wahrzunehmen, mit einem schlichten „Danke“ anzuerkennen und nicht herunterzuspielen. Schreib dir möglichst sofort (!) das Kompliment auf, sonst ist es meistens schon aus deinem Gedächtnis verschwunden. Lege dir ein kleines Heft dafür an oder suche einen besonderen Ort, an dem du sie sammelst und schön überträgst. Das Rezept dafür lautet: In regelmäßigen Abständen lesen und ergänzen, die Dosis bei Bedarf erhöhen.
  • Segnen und Segen erkennen. War dir bewusst, dass „Bleib gesund“ zum neuen Segensspruch geworden ist? Den meisten Menschen ist nicht einmal aufgefallen, dass sie auf diese Weise ihre Mitmenschen segnen. Den Menschen um dich herum Gesundheit und Zuversicht wünschen. Einfach mal aussprechen. Oder still in der Warteschlange segnen. Es wirkt.
  • Dem Herbstblues vorbeugen und Sorgen einen Raum zuweisen. Ein toller Tipp ist, sich bei jedem sorgenvollen Gedanken zu sagen, dass die Sorgen jetzt keinen Raum haben sollen, sondern zu einem bestimmten Zeitpunkt des Tages, beispielsweise immer nur um 17 Uhr für eine halbe Stunde. Hilft, seine Sorgen ernst zu nehmen und nicht zu verdrängen, ihnen aber nicht unnötig viel Raum zu geben. Diesen Zeitraum blocken und dann bewusst entscheiden, was du machen möchtest: Aufschreiben und erste Lösungsansätze finden? Mit deinem Partner/ deiner Partnerin durchsprechen oder einen Freund/ eine Freundin anrufen?
  • Einfach mal vorfreuen. Ja, der Herbst ist im Anmarsch und es wird langsam aber sicher ungemütlicher, kälter und dunkler. Draußen. Drinnen können wir uns auf Tee, Kerzen, Wärme und den Lieblingspulli vorfreuen.
  • Kräuter. Gewürze. Die guten alten Hausmittel. Ingwer ist beispielsweise in der Tat eine Art „Präventions-Wundermittel“ um gesund zu bleiben und wirkt in den unterschiedlichsten Formen. Einfach mal informieren über Kräuter, Tees und dann den Tee auch so aufkochen, wie es auf der Verpackung steht (klingt lächerlich, daran hakt es aber öfter als gedacht).
  • Erntedank im Alltag feiern. Obst, Salate und Gemüse genießen. Vielfalt auskosten (natürlich möglichst frisch, regional und saisonal), Vitamine & Co. sammeln. Eine bunte Salatplatte oder einen neuen Obstsalat kreieren, den Geschmack und das Miteinander genießen.
  • Raus! Frische Luft offline tanken. Ja, trotz Corona. Täglich einmal raus. Eine eigene 10-Minuten-Route festlegen und jeden Tag durchziehen. Unterstützt wirklich. Neue Verhaltensweisen brauchen übrigens 66 Tage um zur Gewohnheit zu werden. Nicht entmutigen lassen, mal ein Tag Pause dazwischen ist völlig okay, aber wir können uns umstellen!

Es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten. Viel Freude beim Ausprobieren und denk daran: Du bist stärker als du glaubst.

Clara Plochberger hat Prävention und Gesundheitsförderung studiert und arbeitet jetzt als Jugendbildungsreferentin beim Erzbistum Hamburg. Dabei beschäftigt sie sich besonders gern mit Gesundheit in allen Facetten und der Frage, wie wir lernen können mit uns selbst gut umzugehen.

Marcel Heinle

Hausleiter
Bischof-Theissing-Haus

Koppelbergstr. 15
17166 Teterow

Telefon (03996) 1537 20
Fax: (03996) 1537 37
leitung@jugendhaus-mv.de

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