Donnerstag, 27 September 2018

Pilgern auf der Via Baltica 30.8. – 2.9.2018

via baltica via baltica Foto: Kolkingjugend Hamburg

Es war ein gewagtes Experiment, das auch im übertragenen Sinne gut gelaufen ist. Vier Teilnehmer der Kolpingjugend machten sich auf den Weg. Es wurde viel gelacht, gesungen, bedacht, angedacht und nachgedacht.
Im Pilgerbüro der Jakobikirche in Hamburg gab es den Pilgerpass und gestartet wurde in Lübeck. In jeder Herberge und Station gab es einen offiziellen Stempel. Was war das Ziel der Wanderung? Es war nicht wichtig irgendwo anzukommen – außer abends in der Herberge. Vielmehr ist der Weg das Ziel gewesen und der Weg war ein Stück des Jakobsweges.
Jedes Kilo Gepäck zählt. Doch das Tagebuch als persönliche Reflexionshilfe war eher eine Erleichterung und wurde liebevoll gestaltet. Pilgern ist etwas für kleine Gruppen. Treffen in Lübeck und die erste Nacht in der Jugendherberge verbringen, morgens los und bis Bad Oldesloe – das war schon ein Marsch. Für ungeübte Wanderer ist es gut, die erste Etappe etwas länger zu wählen. Dann ist es klarer, wo die persönlichen Grenzen liegen und die Kräfte können besser eingeschätzt und eingeteilt werden. „Das Besinnen auf das Wesentliche und Notwendiges von Überflüssigem zu unterscheiden wird körperlich erfahren und wirkt gedanklich fort – im Austausch und der Reflexion im Kontexts der eigenen Glaubens- und Lebensentwürfen“, fasst Anna Westendorf den Weg zusammen. Aber auch die Kraft durch die Auseinandersetzung mit spirituellen Texten kann auf diese Weise erfahren werden. „Das ist schon unerklärlich cool“, beschreiben es die Jugendlichen. Für die dritte Nacht stellte die Gemeinde in Nahe die Unterkunft zur Verfügung. Erschöpft und gleichermaßen erfüllt endete dieses Experiment in der Gemeinde St. Bernhard in Hamburg-Poppenbüttel. „Das waren unglaubliche 60 Km Fußmarsch, die wir nicht so schnell vergessen und Lust machen auf mehr“, ist sich die Gruppe einig. Wie wär es denn mal, dem Camino durch Spanien zu wandern? Der Weg endet nicht in St. Bernhard sondern das Ziel hieße dann Santiago de Compostela.

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