Blog Fachbereich Verbände

Blog Fachbereich Verbände (21)

Montag, 25 März 2019 21:35

Aktionsgenerator

Zwar kann man sich als Aktionsgruppe eine Projektaufgabe zuweisen lassen (Get-it) und sich damit überraschen lassen. Doch kann mit einem selbst ausgesuchten Projekt (Do-it), wofür auch alle brennen, wesentlich gezielter vor Ort etwas umgesetzt werden. Doch die Liste der Ideen ist lang... Sollte sie jedoch kürzer als gedacht ausfallen, könnt ihr euch als Aktionsgruppe inspirieren lassen:

Projektidee gefunden? Dann los und hier anmelden.

Kiel 18.11.18
Sie nenne es Siedlung, wenn sich ein Pfadfinderstamm im Aufbau befindet. Die „jüngste Siedlung“ der DPSG ist in Kiel und setzt sich mit „alten Stammestraditionen“ auseinander? Was erst widersprüchlich klingt, klärt sich auf, wenn man dem Bericht des Siedlungsvorstandes auf seiner ersten Siedlungsversammlung lauscht. Seit etwas mehr als einem Jahr sind Leiter und Wölflinge in Kiel am Start. 14 Wölflinge in zwei Gruppen treffen sie sich regelmäßig in der Gemeinde Liebfrauen und dann wird gespielt, gebastelt, Pfadfindertechniken gelernt und natürlich auch mal ein Lagerfeuer mit Stockbrot gemacht. Sie schauen über den eigenen Kirchturm hinaus, engagieren sich in Gottesdiensten in der Pfarrei Franz von Assisi, trafen rund 800 andere Pfadfinder beim Diözesan-Pfingstlager und schlugen im Sommer ihr erstes eigenes Zeltlager bei Ratzeburg auf. Auch das nächste Jahr ist schon fertig durchgeplant. Einen Namen hat der künftige Stamm in dieser Zeit auch schon gefunden: Stamm Damiano Kiel. Doch das ist für die Kinder alles neu und hat nichts mit Tradition zu tun.
Als Laura G., Schwester Maria Magdalena und Jörg T. über die Leiterrunde berichten, lüftet sich das Geheimnis. Es gibt derzeit sechs berufene Gruppenleiter und zehn weitere, die noch nicht zum Einsatz kommen, aber quasi schon bereit stehen. Jeder dieser Menschen ist von der Pfadfinderidee begeistert, weil er sie selber erfahren hat – aber jeder auf seine eigene Weise. Jeder kommt aus einem anderen Pfadfinderstamm in Deutschland oder Frankreich und bringt ähnliche Erfahrungen aber ganz andere Traditionen mit. „Welche Art von Pfadfinderei wollen wir denn nun in Kiel anbieten?“ Darüber ist die Leiterrunde seither, wie sie selbst sagen, in einem spannenden Austausch.
Nicht nur das macht diese kleine, frische Pfadfindersiedlung so besonders. Denn natürlich braucht man keine 18 (junge und ältere) Erwachsene, um zwei Kindergruppen zu begleiten. Die erwachsenen Mitglieder der Siedlung Damiano gründeten eine Georgsritter-Gruppe, um sich pfadfinderisch fit zu halten – ein Pfadfinderangebot für Erwachsene also, das in einem Jugendverband eigentlich nicht vorgesehen ist.
Was verbirgt sich hinter den Georgsrittern?
Als Baden Powell (BP) die Pfadfinderbewegung 1907 organisierte, konnten zunächst nur Jungen zwischen 11 und 18 Jahren Boy Scouts werden. Es dauerte nicht lange, da wollten auch Mädchen und jüngere Kinder sowie ältere Jugendliche an der Pfadfinderbewegung teilhaben. 1918 rief BP. daher die Rover-Scouts ins Leben, eine Gruppe für 18-23-jährige. Die DPSG gründete sich erst 11 Jahre später, 1929. Am Anfang gab es nur die Pfadfinderstufe, für Jungen zwischen 14 und 18 Jahren. Die Wölflings-Gruppen für jüngere Kinder und die Rover-Stufe für die jungen Erwachsenen wurden erst ein Jahr später eingeführt. Die Rover-Gruppen hießen nach 1945 Georgsritter. Erst ab 1961 wurden die Georgsritter auch bei der DPSG wieder Rover genannt. Somit ist diese (Stufen-)Bezeichnung wieder frei für etwas Neues, was aber nicht wirklich neu ist. Denn: „Einmal Pfadfinder - immer Pfadfinder.“
Wer also zu alt für eine Roverrunde ist, selber keine Gruppe leitet und sich zu jung für die Altpfadfindergilde fühlt, wird sich bei den Georgrittern gut aufgehoben fühlen. Dort wird weiterhin Pfadfinderromantik erlebt. Es werden Pfadfindertechniken praktiziert und es wird sich der Philosophie „Gutes tun“ verschrieben. Man kann es vielleicht auch als aktives Warten auf den Einsatz als Gruppenleiter bezeichnen.

Mittwoch, 02 Januar 2019 13:23

DPSG-Leiterkonferenzen 2018

Was heißt Dreilützow eigentlich auf französisch?

„Bonsoir et bienvenue à la conférence des chefs scout.“
Nein, Sven K. (Diözesanvorstand) und Thomas M. Diözesankurat begrüßen die 108 Teilnehmer der diesjährigen Stufenkonferenzen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg nicht auf französisch. Aber der Arbeitskreis Großorganisation verwandelte das Schullandheim Dreilützow in Château Trois-Louis-Ruisseau.
Im informellen Teil geht es nicht vorrangig um Käse, Baguette und Wein, sondern um Begegnung, Wiedersehen und Austausch. Die vielen liebevollen Details sind dabei sehr hilfreich und runden die quirlige Stimmung von den vier Konferenzen am gleichen Ort perfekt ab.

„Gruppenstunden-Aktionen rund um das Jahr“ ist der Fortbildungsschwerpunkt in der Wölflingsstufe. Von Fensterbildern und Kastanienfiguren bis hin zu obskuren Geländespielideen; das gemeinsame Brainstorming bringt mehr als 50 Ideen pro Jahreszeit für drinnen und draußen. Querdenken ist angesagt, um Neues zu entwickeln.

Für Dino C. (Mitglied im Diözesan-Arbeitskreis der Jungpfadfinderstufe) ist es seine 18. Stufenkonferenz: „Nach vielen inhaltsschweren Konferenzen und Aktionen ist es diesmal Zeit für Fun ohne Inhalt.“ Unter diesem Motto treffen sich die Jungpfadfinder Leiter. Trotzdem ist es auch hier äußerst produktiv. Es gibt einiges zu planen. Mit auf der Agenda steht auch die Bundes-Stufen-Aktion der Jungpfadfinder im nächsten Jahr: „Tausend Abenteuer“. Hierfür Kinder-Mitbestimmungsinstrumente zu entwickeln wird die besondere Herausforderung.

Eva W. (Referentin der Pfadfinderstufe) ist begeistert: „Wir hatten schon im Vorfeld viel Motivation. Der gemeinsame Schwung vom PfiLa ist noch zu spüren. Highlight im Stufenprogramm war für mich der geniale Mix von Vielfalt, Kreativität, Interaktion und Eigendynamik in den Teams. Gemeinschaftlich entsteht eine Arbeitshilfe zur Jahresaktion 2019 mit Ideen für Gruppenstunden, Wochenend-Aktionen oder Zeltlager.“ Am Sonntag kann jeder Pfadi-Leiter die Ergebnisse druckfrisch mitnehmen. Die Jahresaktion mit dem Titel „Voll KostBar!“ kann kommen!

Für Lennart R. (Jungleiter und selber noch Rover aus Lübeck) ist es die erste Rover-Stufenkonferenz, an der er teilnimmt. „Kontakte und Austausch, Bekannte vom Pfingstlager wieder treffen, sowie Freunde aus den Lotsenkursen wiedersehen, dass sind für mich entscheidende Kriterien gewesen mich anzumelden“ beantwortet er die Frage nach seinen Erwartungen an eine Stufenkonferenz. Es werden die Stufen-Delegierten für die Diözesanversammlung gewählt sowie ein Votum für die Referenten-Ernennung eingeholt. Highlights sind nicht nur das spielerische, abwechslungsreiche Erleben der Begegnung mit verschiedenen Quiz-Shows und gutem Kennenlernen in Kleingruppenarbeit, sondern auch das Quidditsch-Turnier im Schlosspark.

Yves G. (Gast aus dem Diözesanverband Freiburg): „ich hätte dieses Wochenende auch zur Diözesanversammlung in Freiburg gehen können, aber ich bin lieber zur StuKo nach Hamburg gefahren. Weil es hier lustiger ist. Ich war schon als Helfer beim PfiLa dabei, das war richtig cool. Und bei Leuchtfeuer hat der Diözesanverband Hamburg das coolste Zelt gestellt. Im Unterschied zur Freiburger Bezirks- oder Diözesanversammlung ist es hier so cool, dass die Leute sich intensiver kennen. Aber es ist auch Schade, dass so viele Leute fehlen, die ich auf dem PfiLa kennengelernt habe. Manche Stämme fehlen auch ganz. Das ist schade. Aber ich nehme hier ganz viel Motivation mit. Es ist einfach toll etwas mit Hamburg zusammen zu machen.“

Julius ist eigentlich Mitglied der KSJ (Katholischen Studierenden Jugend), Gast und das erste Mal auf der StuKo als Mitarbeiter im Arbeitskreis der Pfadi-Stufe. Ich frage Julius, was ihn am meisten beeindruckt: „Ganz klar das inhaltliche Arbeiten und die Konferenz. Inhaltlich miteinander arbeiten und thematisch so vorankommen, dabei so eine gemeinsame Erfahrung zu machen, das ist schon ziemlich krass.“

Salut et au revoir
Roland Karner

Sonntag, 02 Dezember 2018 17:30

Adventskarten-Aktion des BDKJ

Wie bereitest du dich auf Weihnachten vor?
Advent, Advent ein Lichtlein brennt, erst eins, dann …. und wenn die fünfte Kerze brennt, hast du Weihnachten verpennt.
Der BDKJ möchte mit der Aktion zu einer Unterbrechung des Alltags einladen, um sich auf das Wesentliche zu besinnen; gerade in dieser Zeit des Glitzers, der Weihnachtsbeschallung an jeder Ecke und der Menschenmassen, die sich durch die Straßen, über Märkte und in die Züge und Busse schieben. Zu jedem Adventssonntag gibt es ein anderes Motiv, entsprechend den Evangelien dieser Tage.
Wir warten auf Weihnachten. „Warten auf ein Wunder“.
Wenn ich dem Link auf der Postkarte in das Evangelium folge, kann ich folgendes finden:
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen … Nehmt euch in Acht, dass die Sorgen des Alltags euer Herz nicht beschweren … und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht …
(LK 21,25-28.34-36) Und was findest du?
Wie bereitest du dich auf Weihnachten vor?

Seit acht Jahren legt der BDKJ im Erzbistum Hamburg jedes Jahr vier Postkarten zu den Adventssonntagen auf und verschickt diese an die Jugendverbände, Gemeinden und Einrichtungen. Idee & Gestaltung: Gesa Grandt, Fotos: Dan Gold, Lane Blocker, Pana Vasquez, Aaron Burden
Alle Motive und Impulstexte unter: https://bdkj.hamburg/katholisch/advent

Samstag, 01 Dezember 2018 21:52

Die Sternsinger machen sich fit

Ein buntes Programm und viele Infos - nicht nur für die Kids.
Willi Weitzel erklärte die Lebensumstände einzigartiger Kinder in Peru. Willi Weitzel will´s wirklich wissen. Er war früher selber Sternsinger. Bekannt wurde er aber durch die Kinderwissenssendung „Willi wills wissen“ des Bayrischen Rundfunks. Und seit 2012 ist er wieder regelmäßig für die Sternsinger unterwegs – aber anders: Er reist mit seinem Kamerateam in die Partnerländer und -projekte. Die Filme, die dabei entstehen, motivieren noch einmal mehr als Sternsinger den Segen in die Häuser zu bringen und Spenden für die Projekte zu sammeln.
Auf diese Weise so richtig eingestimmt, ergaben die Workshops noch einmal mehr Sinn: Spiele aus Peru, Wahrnehmungsspiele, Buttons basteln, neue Sternsinger-Lieder, Quizz zur Aktion 2019, Arbeiten am Sternsinger-Outfit, Infos im Sternsinger-Mobil und mehr.
„Ziel war es, nicht nur die Kinder zu motivieren, sondern in erster Linie über die Aktion 2019 zu informieren – und das natürlich auf spielerische Art und Weise“, so Oliver Trier vom BDKJ. „Wir sind zufrieden, wir haben unser Ziel erreicht. Es konnte über den eigenen Kirchturm hinaus geschaut werden, denn es waren nicht nur viele Kinder aus Hamburg Tonndorf, Lurup und Rahlstedt da, sondern auch aus Ahrensburg und Bargteheide. Die längste Anreise hatten Gruppen aus Niebüll und Süderbrarup.“
„Heute gibt es Spaghetti Bolognese. Ich koche für 140 Personen“, freut sich Matthias (28) vom Malteser Hilfsdienst (MHD). Er ist sonst Koch im Parkhotel, „heute kochen Alex, Fritz und Hannes von den Pfadfindern mit mir für die Sternsinger.“
Rebecca (15, aus Tonndorf): „Mich beeindruckt am meisten die Begegnung. Es ist wichtig zu wissen, wofür man das alles macht und Willi hat es gut erklärt. Ich bin bei der KSJ (Katholische Studierende Jugend) an der Sophie-Barat-Schule. Es gab hier so viele neue Anregungen, nicht nur für die Sternsinger, sondern auch zum Thema Kinderrechte – die gehen alle etwas an.“
Das Sternsinge-Mobil ist eigens aus Aachen angereist. Jens (39, aus HH Volksdorf): „Ich bin beeindruckt von der Fülle an Materialien. Ich bin hier, weil ich unsere Sternsinger nicht mitbringen konnte, deshalb nehme ich Infos und Ideen mit und bringe sie zu unseren Sternsinger-Gruppen nach Hamburg-Volksdorf. Wir werden eine eigene kleine Auftaktveranstaltung machen müssen. Ich habe hier viele Ideen und Materialien dazu bekommen.“
Felix (9, aus Ahrensburg) hat besonders beeindruckt: „ Dass man sich mal fühlen kann, wie ein Mensch im Rollstuhl“, und berichtet von den Rollstuhlparcours und den Wahrnehmungsspielen, die die Pfadfinder aus Ahrensburg angeboten haben. „Mir hat es sehr gefallen,“ sagt Felix weiter, „dass in dem Film von Willi, die Menschen mit Behinderung als so besondere, einzigartige Menschen beschrieben wurden.“
Clara (11, aus Bargteheide) ergänzt: „Wenn die Kinder nicht so wie hier leben können, also nicht solche Kinderrechte haben, dann ist es sehr doof.“
Gesa (16, aus Großhansdorf): „Wenn Kinderrechte nicht selbstverständlich sind, bekommt man ein anderes Bewusstsein dafür.“
Adrian (24, aus Ahrensburg) „Dass die Sternsinger-Aktion dieses Jahr über 48 Millionen Euro eingebracht hat, ist ja echt Wahnsinn. Das hätte ich nicht gedacht.“
So konnten sich die Kinder und Jugendlichen noch lange weiter beim Basteln und Mittagessen austauschen. Sie haben sich gefreut, dass ich sie nach ihrer Meinung gefragt habe und ich habe versprochen, das genauso in diesen Blog zu schreiben.
Nach dem gemeinsamen Gottesdienst fuhren die vielen Sternsinger wieder in alle Richtungen davon.
Ein Dank ging an die DPSG (Pfadfinder) und den MHD und die Gemeinde aus Ahrensburg, die diesen Tag mit unterstützten.

Roland Karner

Donnerstag, 18 Oktober 2018 13:08

Abenteuertage Herbst

Vom 7. bis 12. Oktober trafen sich 60 Kinder und Jugendliche im Bischof-Theissing-Haus in Teterow, um  sich auf die Suche nach dem Goldenen Vlies zu machen. Auf Ihrer Reise trafen sie Zeus, Hermes und Hades sowie viele weitere Götter und Halbgötter der griechischen Mythologie. Es gab viele Hindernisse zu überwinden und Aufgaben zu lösen. Nur gemeinsam gelang es letztendlich das Goldene Vlies zu finden. Es war eine mystische Woche mit viel Spiel, Spaß sowie Besinnung und Gebet.

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